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Von der Schliessung des Anna-Göldi-Museums in Mollis Ende März 2015 bis zur Eröffnung des neuen Museums in Ennenda im Sommer 2017 bietet die Anna-Göldi-Stiftung Führungen in Glarus an und organisiert Veranstaltungen sowie Vortragsabende.

Ausgangspunkt der Führungen ist das Gerichtshaus in Glarus, unweit des Ortes, wo Anna Göldi 1782 gefoltert und zum Tod verurteilt wurde.

Dort ist heute auch das 2014 eingeweihte Anna Göldi-Licht-Mahnmal zu besichtigen, dessen Bedeutung im Zusammenhang mit der Rehabilitierung von Anna Göldi erläutert wird. 2008 erklärte der Glarner Landrat die Magd aus Sennwald offiziell für unschuldig. Vom Gerichtshaus geht es weiter zur Asylstrasse, die früher Mördergässli hiess. Dort ist auch Anna Göldi ihren letzten Weg gegangen. Er führt zum einstigen Richtplatz beim Kantonsspital, der den Besuchern ebenfalls gezeigt wird. Auf dem Rückweg kann man noch einen kurzen Abstecher auf das Bürgli machen, einen Hügel, der eine wunderbare Gesamtschau über Glarus erlaubt und von wo aus auch das künftige Anna Göldi-Museum zu erkennen ist.

Dauer der Führung: Ca 1,5 Stunden.

Preis pro Person: 15 Franken. Gruppen unter bis 25 Personen 200 Franken. Melden Sie sich noch heute mit dem Formular dazu an. Oder direkt per mail beim Präsidenten des Stiftungsrats, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Göldi-Stadtführungen ergänzen die erfolgreichen Stadtführungen von kulturaktivGLARUS.

Historische Führungen in Glarus
Historische Führungen in Glarus

«Wir freuen uns über diese Bereicherung im Kulturtourismus und auf die Zusammenarbeit mit der Anna-Göldi-Stiftung», so Stadtführer Kaspar Marti. «Zusammen mit der sommerlichen GL Tour des Hotels Rhodannenberg sind wir nun mit einem breiten Angebot ausgerüstet, das verschiedene Gästegruppen anzieht.»

Die neue Anna-Göldi-Ausstellung im Hänggiturm Glarus/Ennenda stösst auf reges Interesse. Die Verantwortlichen haben bereits die Hälfte der nötigen Mittel mit zugesicherten Beiträgen namhafter nationaler und lokaler Sponsoren beschafft.

Die Öffentlichkeit erfährt 2016 alles über den Projektfortschritt. Der Anna-Göldi-Stiftungsrat hat das Detailprojekt der raumprodukt gmbh für das neue Museum im Hänggiturm Glarus/Ennenda gutgeheissen und den Zwischenbericht des Fachgremiums unter der Leitung des Glarner Kulturchefs Fritz Rigendinger zu den historischen und juristischen Inhalten der Ausstellung genehmigt. Auf finanzieller Ebene hat das Team rund um Projektleiter und Vize-Präsident Peter Bertschinger innert der ersten fünf Monate bereits die Hälfte aller nötigen Mittel beschafft. Wichtige Sponsoren wie die national renommierte Ernst Göhner Stiftung oder die bedeutende Glarner Firma Service 7000 setzen sich mit namhaften Beiträgen für das neue Anna-Göldi-Museum ein. Somit konnte die Detailplanung für die neue Ausstellung ausgelöst werden. Sofern die Finanzierung für die zweite Tranche ebenso erfolgreich verläuft, kann im Sommer 2016 mit der Installation im Hänggiturm begonnen werden. Weitere Gesuche sind bereits eingereicht und in Bearbeitung.

Öffentliche Projektvorstellung

Das zeitintensive und anspruchsvolle Museumsprojekt haben der Anna-Göldi-Stiftungsrat und die raumprodukt GmbH für die Realisierungsphase seriös geplant. Als Termin für die Eröffnung der neuen Ausstellung kristallisiert sich der Anna-Göldi-Gedenktag vom 13. Juni 2017 heraus. Die Öffentlichkeit informieren die Verantwortlichen bereits im Juni 2016 detailliert über den Projektfortschritt im Hänggiturm Glarus/Ennenda. Mit seinem realistischen Zeitplan stellt der Stiftungsrat die inhaltliche und gestalterische Qualität sicher und ermöglicht eine gründliche Auseinandersetzung, die für eine hochwertige Ausstellung von grösster Bedeutung ist.

Anna-Göldi-Führungen in Glarus

Führungen und Vorträge zum Thema Anna Göldi erfreuen sich hoher Beliebtheit. Ausgangspunkt der Führungen ist das Gerichtshaus in Glarus, unweit des Ortes, wo Anna Göldi 1782 gefoltert und zum Tode verurteilt wurde. Seit 2014 erinnern hier ein schlichtes Licht und eine Tafel an das Schicksal der Magd, die als «letzte Hexe» bekannt wurde. Heute gilt Anna Göldi als nationale Symbolfigur für Opfer behördlicher Willkür. Auch kulturaktivGLARUS bietet mit grossem Erfolg Stadtführungen in der kleinsten Hauptstadt der Schweiz an.

Ehrenmitgliedschaft für Elisabeth Kopp

Die Anna Göldi-Stiftung verlieh an ihrer letzten Sitzung alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp die Ehrenmitgliedschaft. Sie gehört der Stiftung seit dem Gründungsjahr 2007 an und hat sich immer wieder für ein starkes Engagement im Bereich Menschenrechte und Rechtsstaat ausgesprochen. Die heute 79-Jährige wurde 1984 als erste Frau in den Bundesrat gewählt. 1988 beendete ein politischer Skandal ihre Amtszeit vorzeitig. Trotz Freispruch wurde Elisabeth Kopp gesellschaftlich und politisch erst zehn Jahre nach ihrem Rücktritt rehabilitiert.

 

Bild: Coralie Wenger, Photograph, Winterthur

Magd Anna Göldi sitzend

Anlässlich dem 225-Jahr-Gedenken an die Sennwalder Magd Anna Göldi, die in Glarus einem Justizmord zum Opfer fiel und hingerichtet wurde, wurde eine Stiftung im Jahr 2007 gegründet.
Die Stiftung setzt sich zum Ziel, Aktivitäten rund um die Person und das Thema Anna-Göldi zu initialisieren, zu unterstützen und zu begleiten.

Die Stiftung will gemäss den Statuten nicht nur das Andenken an Anna Göldi am Leben erhalten, sondern sich auch aktuell für Randständige, Minderheiten und Opfer von Willkür einsetzen.

Magd mit Milchkrug

Einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres war der Anna-Göldi-Tag am 13. Juni 2007, dem Tag ihrer Hinrichtung. An diesem Tag wurde das Buch "Der Justizmord an Anna Göldi" (herausgegeben vom Limmat Verlag in Zürich) präsentiert, das Walter Hauser aufgrund jahrelangen Recherchen verfasst hat. Im Buch wurden neue Originaldokumente und Fakten zum mysteriösen Justizfall veröffentlicht. Hauser schildert im Buch, wie zwei deutsche Journalisten den Skandal vor 225 Jahren ins Rollen brachten und wie Zeitgenossen aus dem Glarnerland das Todesurteil unter Lebensgefahr zu kritisieren wagten. Hausers brisantes Fazit: über die Hinrichtung von Anna Göldi entschied ein Gericht, das nicht einmal zuständig war.

Der Anna-Göldi-Tag (13. Juni) soll alljährlich an die Opfer von Willkür errinnern.

 

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