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Von: Hans Speck

Kaum fünf Wochen nach Öffnung der Tür zum neuen Anna-Göldi-Museum im Hänggiturm in Ennenda wurde eine erste, spektakuläre Sonderausstellung unter dem Titel «Meine Geschichte – mein Recht» eröffnet. Es sind Porträts von neun Menschen, jeder mit seiner eigenen Geschichte.

Im Mittelpunkt steht die Frage zur Bedeutung der Menschenrechte. Viele der Ausstellungsbesucher zeigten sich vom Gesehenen und Gehörtem tief beeindruckt.

Die nachfolgende, engagiert geführte Diskussion hat bewiesen, dass dieses Thema heute die Menschen buchstäblich unter ihren Nägeln brennt.

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Eine Sonderausstellung im Anna Göldi Museum mit bewegenden Portraits aus der Schweiz regt an zum Gespräch über die Menschenrechte.

Ausstellungseröffnung mit Vortrag und Diskussion: Mittwoch 27. September 2017, 19.30 Uhr

Im Anna Göldi Museum findet bereits gut fünf Wochen nach der Eröffnung eine erste Sonderausstellung statt.

Die vor zehn Jahren gegründete Anna Göldi Stiftung hat sich von Anfang an auf ihre Fahne geschrieben, dass sie sich im Bereich Menschenrechte engagieren will. Sie hat deshalb unter dem Namen Anna Göldi Auditorium eine Veranstaltungsreihe initiiert, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt und vergibt in unregelmässigen Abständen den Anna Göldi Menschenrechtspreis.

In der Schweiz überflüssig geworden?

Die Ausstellung „Mein Recht, meine Geschichte“ wie auch die Eröffnungsveranstaltung stellt Fragen zur Bedeutung der Menschenrechte. So etwa: Sind Menschenrechte in der Schweiz nicht überflüssig geworden? Denn, es geht uns doch gut hierzulande. Und: Menschenrechte spielen in unserem Alltag praktisch keine Rolle. Doch, stimmt das? Sind die Grundrechte nur in Ländern wie der Türkei oder Russland unter Beschuss? Oder könnten wir diesen Schutz in der Schweiz auch verlieren?

Die Informationskampagne „Schutzfaktor M“ zeigt mit dieser Ausstellung Menschen, die wissen, was es heisst, wenn die Menschenrechte nicht mehr gelten.

Ursula Biondi / Andrea Huber

Mit 17 und schwanger ins Gefängnis

Eine davon ist Ursula Biondi, die als 17-Jährige in ein Frauengefängnis gesperrt wurde, weil sie minderjährig schwanger war. Das war 1967. Aber auch heute sind die Menschenrechte nicht in Stein gemeisselt, wie andere Geschichten zeigen. Ursula Biondi, eine der Trägerin des Anna Göldi Preises für Menschenrechte, wird über ihre Erfahrungen sprechen.

Andrea Huber, die Initiantin von Schutzfaktor M, wird an der Ausstellungseröffnung ein auf die Fragen und Inputs der Gäste massgeschneidertes Referat halten. "Südostschweiz"-Redaktor Daniel Fischli konnte für die Moderation und Diskussionsleitung gewonnen werden. Menschenrechte schützen uns Die Ausstellung würdigt die bedeutende Rolle der Menschenrechte. Andrea Huber formuliert es so: „Die Menschenrechte sind die Basis unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates. Sie sind ein wichtiger Schutzfaktor. Denn sie schützen unsere Rechte als Bürgerinnen und Bürger, unsere Sicherheit und unsere Freiheit.“ Die Anna Göldi Stiftung und die Aktion „Schutzfaktor M“ laden die Bevölkerung ein, um über den Wert, Bedeutung und Bedrohung der Menschenrechte zu diskutieren.

Eröffnung mit Referat und Diskussion: Mittwoch 27. September 2017, 19.30 Uhr im Anna Göldi Museum, Fabrikstrasse 9, Ennenda.

Die Sonderausstellung ist während den üblichen Öffnungszeiten vom 27. September bis Ende Oktober zu sehen. Der Eintritt zu diesem Museumsteil ist frei. Das Museum ist unbeheizt. Bitte der Witterung angepasste Bekleidung mitnehmen.

Ab Sonntag 20. August ist das neue Anna Göldi Museum regelmässig geöffnet. 

Aus organisatorischen Gründen kann die Stiftung im Museum keine öffentliche Einweihungsfeier durchführen. Die Bevölkerung ist jedoch eingeladen, dieses neue kulturelle Bijou im stimmungsvollen Hänggiturm in Glarus/Ennenda zu besichtigen.

Regelmässig finden deshalb auch öffentliche Führungen ausserhalb der regulären Öffnungszeiten statt. Kompetente Mitglieder der Anna-Göldi-Stiftung führen die Besucher durch die eindrucksvoll gestaltete Ausstellung, deren Herzstück der Göldi-Prozess im Jahr 1782 ist. In Wort und Bild treten die Hauptfiguren des Justizfalles in Erscheinung, der als letzter Hexenprozess und "Justizmord" in die Geschichte einging. Diese Führungen dienen dazu, dem Publikum das neue Museum mit seinen überraschenden Elementen, historischen Fundstücken und Trouvaillen näherzubringen.

Die Führungen können ohne Anmeldung besucht werden. Kosten pro Person: CHF 15.-- (Führung & Eintritt)

Bereits bekannte Daten der öffentlichen Führungen:

Wochentag Datum Beginn
Sonntag 20. August 2017 10:30 Uhr
Mittwoch 23. August 2017 18:00 Uhr
Samstag 26. August 2017 10:30 Uhr
Mittwoch 30. August 2017 18:00 Uhr
Samstag 2. September 2017 10:30 Uhr
Samstag 9. September 2017 10:30 Uhr
Samstag 16. September 2017 12:00 Uhr
Samstag 23. September 2017 12:00 Uhr
Samstag 30. September 2017 10:30 Uhr

Weitere Infos auf der homepage des Anna Göldi Museums.

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